Eine Zeitleiste der Ereignisse. Anträge, Beschlüsse, Blockaden. Sachlich dokumentiert, vollständig verlinkt.
25. März 2025
OParl-Beschluss im Hauptausschuss
Auf Antrag der BfB-Fraktion beschliesst der Hauptausschuss die Aktivierung der OParl-Schnittstelle. OParl ist ein bundesweiter Standard für maschinenlesbare Ratsdaten, im Einsatz bei über 600 Kommunen.
Verwaltungsvorlage im ALLRIS →
| Fraktion | Abstimmung |
| BfB | Dafür |
| FDP | Dafür |
| SPD | Dafür |
| Grüne | Dafür |
| CDU | Dafür |
09. Dezember 2025
Antrag Digitalisierungs-AG
BfB beantragt die Einrichtung einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Digitalisierung. Der Antrag wird auf Druck der Verwaltung und anderer Fraktionen zurückgezogen. Ein Muster.
Verwaltungsvorlage im ALLRIS →
12. Dezember 2025
Presse: Digitalisierung vertagt
Das Schenefelder Tageblatt berichtet über die Ablehnung des BfB-Antrags zur Digitalisierungs-AG.
▼ SHZ-Artikel (PDF)
16. Dezember 2025
Presse: Hickhack um OParl-Lizenz
Das Schenefelder Tageblatt berichtet über den BfB-Korrekturantrag zur Creative-Commons-Lizenz für die OParl-Schnittstelle. Die Verwaltungs-IT hatte vergessen, die korrekte Lizenz nach Creative Commons für die API festzulegen.
▼ SHZ-Artikel (PDF)
16. Dezember 2025
Presse: „Angst vorm Mausklick“
Journalist Bjarne Rost kommentiert im Schenefelder Tageblatt die Bürokratiehürden und das IT-Hickhack in der Schenefelder Verwaltung.
▼ SHZ-Kommentar (PDF)
12. Januar 2026
CEO-Fraud Phishing-Angriff
Betrugs-Mails werden im Namen der Bürgermeisterin Küchenhof an Ratsmitglieder versandt. Absender: eine Hotmail-Adresse. Der Büroleitende Beamte Melf Kayser warnt die Fraktionen. Ein alltäglicher Vorgang im Internet. Die Verwaltung schaltet eigenmächtig die OParl-Schnittstelle ab, ohne die Politik zu informieren.
März 2026
Proof of Concept: Daten auch ohne OParl abrufbar
BfB-Fraktionsmitglied Jörg Christoffers demonstriert in zwei Videos, dass alle relevanten Daten (Mitarbeiter-Kontaktdaten, Ratsinformationen) auch ohne OParl in Sekunden automatisiert von der städtischen Webseite und aus ALLRIS ausgelesen werden können. OParl abzuschalten ändert an der Datenlage exakt nichts.
▶ Video 1: Webseiten-Scraper PoC
▶ Video 2: ALLRIS ohne OParl
17. März 2026
Hauptausschuss: OParl wird abgeschaltet
Die Verwaltung bringt eine Vorlage zur nachträglichen Legitimierung der bereits erfolgten Abschaltung ein. Begründung: Der Datenmissbrauch sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ über OParl ermöglicht worden. Forensische Beweise: keine. BfB erklärt, das Thema zunächst in der Fraktion beraten zu wollen. Dies wird abgelehnt. Es wird sofort abgestimmt.
Verwaltungsvorlage VO/100/799/26 im ALLRIS →
| Fraktion | Abstimmung | Position |
| BfB | Dagegen | Beratung in den Fraktionen gefordert |
| FDP | Dagegen | |
| CDU | Dafür | Sofortige Abstimmung durchgesetzt |
| SPD | Dafür | |
| Grüne | Dafür | |
25. März 2026
Presse: Schenefeld schafft OParl wieder ab
Das Schenefelder Tageblatt berichtet über die Abschaffung der OParl-Schnittstelle durch den Hauptausschuss.
▼ SHZ-Artikel (PDF)
02. April 2026
BfB: 20 Fragen an die Bürgermeisterin
Die BfB-Fraktion sendet einen Fragenkatalog an Bürgermeisterin Küchenhof (CC: Datenschutzbeauftragte Beier). Sieben Abschnitte, 20 Fragen: Forensische Beweise, technische Einordnung, IT-Infrastruktur, Ad-hoc-Abschaltung, Bewertung der Massnahme, Meldepflichten, Konsistenz. Frist: 17. April 2026.
▼ Fragenkatalog (PDF)
02. April 2026
Bürgermeisterin bittet um mehr Zeit
Küchenhof bestätigt den Eingang und sagt eine Antwort zu. Bitte um Verlängerung wegen Osterferien.
17. April 2026
Frist verstreicht
Keine Antwort. Auch die verlaengerte Frist wird nicht eingehalten.
07. Mai 2026
Zweite Verzögerung
Auf telefonische Nachfrage: Antwort nicht bis 15. Mai möglich (3-Tage-Woche, Urlaube). Die Bürgermeisterin ist ab 12. Mai abwesend. Vertretung: 1. Stadtrat Hans-Jürgen Rüpke (CDU), derselbe Politiker, der im Hauptausschuss die sachliche Diskussion verhindert hatte.
12. Mai 2026
Verwaltung antwortet: Keine Beweise, kein IT-Sicherheitsvorfall
Nach sechs Wochen und drei Fristverlaengerungen beantwortet die Verwaltung alle 20 Fragen. Die Antworten bestaetigen die BfB-Position in allen wesentlichen Punkten: Keine forensischen Beweise (Frage 1: „Nein“). Phishing-Mail von Freemail-Adresse (Frage 2: „Ja“). Keine E-Mail-Sicherheitspruefung (Frage 3: „Nein“). „Kein IT-Sicherheitsvorfall“ (Frage 4), im Widerspruch zur Verwaltungsvorlage, die von „erheblichem Datenmissbrauch“ sprach. Dataport nicht einbezogen (Frage 10: „Nein“). Abschaltung am 12.01. durch Rüpke auf Basis einer „Interessenabwägung“ (Frage 12/13). DSGVO-Meldung „nicht einschlägig“ (Frage 17/18).
▼ Antworten der Verwaltung (PDF)
▼ BfB-Auswertung (PDF)