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Bürokratiehürden Angst vorm Mausklick? Schenefeld bläst digitale Mücke zu bürokratischem Elefanten auf

Meinung – Bjarne Rost | 16.12.2025, 11:00 Uhr
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Die Oparl-Schnittstelle sollte das Ratsinformationssystem von Schenefeld modernisieren. Dass es bei der Einführung zu einem Fehler kam, ist in Ordnung. Aber wie dieser gelöst wurde, ist fast Satire, findet unser Autor.

Bürokratie ist in Deutschland behäbig – Schenefeld ist da keine Ausnahme. Der Fall der Oparl-Schnittstelle ist allerdings ein besonderes Negativbeispiel. Vor einem Jahr hatte der Hauptausschuss den Antrag der Bürger für Bürger verabschiedet. Die Oparl-Schnittstelle sollte kommen und helfen, das Ratsinformationssystem der Stadt in die Zukunft zu führen. Dass dann ein Fehler in der URL auftrat, ist nicht das Problem. Die Lösung des Fehlers lässt einen allerdings mit dem Kopf schütteln.

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Auch mal den kurzen Dienstweg nutzen

Um den Fehler zu beheben, musste ein neuer Antrag gestellt werden. Bis der es in den Hauptausschuss schaffte, dauerte es Monate. Warum braucht es dafür überhaupt einen Korrekturantrag? Natürlich sollten weder die Verwaltung noch die Politik unbedacht handeln. Aber solche Angelegenheiten müssen auf dem kurzen Dienstweg möglich sein. Immerhin hatte die Politik ja für die Schnittstelle gestimmt. Dann kann es doch nur im Interesse aller sein, dass die so schnell wie möglich voll funktionsfähig ist.

Warum der Hauptausschuss nicht für den Korrekturantrag stimmte, ist genauso fraglich. Vielleicht ist es mangelndes Verständnis, vielleicht übermäßige Vorsicht. Die Verwaltung sollte dann die Anpassung prüfen. Tatsächlich ließen sie den Fehler einfach beheben – innerhalb weniger Tage.

So hätte es von Anfang an laufen müssen, ohne irgendwelche Zwischenschritte. Verwaltung und Politik müssen unkomplizierter werden. Sonst kommt Schenefeld nie im digitalen Zeitalter an.

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